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Autoreninterview im September!


Heute in meinem Autoreninterview begrüße ich ganz herzlich den Autor Alexej Winter! Das du seit einigen Tagen mein Lieblingsautor bist muss ich dir ja nicht noch mal sagen, oder? Ich habe für dich ein paar Fragen vorbereitet, fangen wir an.

1.) Wie bist du auf das Genre Gay gekommen? Hatte dies einen bestimmten Grund? 
Für mich stand als Kind schon fest, dass ich irgendwann ein eigenes Buch schreiben würde. Da ich immer gern gelesen und geschrieben habe, und das querbeet durch diverse Genre, gab es aber nie ein Thema, auf das ich mich eingeschossen hatte. Allerdings lese ich selbst sehr gerne Romane aus dem Gay Genre. Ich würde sagen, dass mich dieser Lesestoff positiv beeinflusst hat, sodass ich letztlich einen homoerotischen Roman verfasst habe.
2.) Du hast mit Sekundensache dein Debüt gehabt. Wie hat sich das angefühlt, als es endlich erschienen ist?
Ehrlich gesagt, war das ein ganz seltsam gemischtes Gefühl. Nachdem ich von HOMO Littera die positive Rückmeldung zur Bewerbung erhalten hatte, war ich mächtig stolz. Doch von diesem Moment bis zum Tag der Veröffentlichung verging mehr als ein Jahr. Den Entstehungsprozess des Buches mitzuerleben war sehr spannend. Mit der Auswahl der Covergrafiken bekam mein Erstling ein Gesicht. Danach folgten die Arbeiten des Lektors. Nach so langer Zeit wieder mit meinen Jungs zu arbeiten gab mir schon eine Art Hochgefühl und das Warten auf das fertige Buch wurde wieder angefeuert. Die Zeit bis zum Veröffentlichungstag zog sich jedoch für mich wie ein zäher Kaugummi und als es dann bei Amazon zum Download bereit stand (eBooks waren hier ein wenig schneller als die Printversion) hatte ich ein Grinsen im Gesicht, von einem Ohr bis zum anderen. Doch wirklich greifbar war das noch nicht. Als ich dann vom Verlag ein Paket mit meinem Erstling bekam … Das war heftig! Plötzlich hielt ich meinen Kindheitstraum in den Händen. Ich glaube, ich war dennoch sehr gefasst. Bis zu diesem Zeitpunkt war es gefühlstechnisch ein stetiges auf und ab. Freude, Spannung, Abwarten. Doch die Spannung und das Warten wurden belohnt. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich aber sagen, dass ich sehr stolz und zufrieden bin. Vor allem, da das Buch so gut bei meinen Lesern ankommt.

3.) Deine zwei Protagonisten heißen Bela und Luca. Wie bist du auf die Namen gekommen?
Gute Frage. Das weiß ich gar nicht mehr. Den Namen Bela habe ich einem Protagonisten natürlich in Anlehnung an Die Ärzte verpasst. Bei Luca ist es wohl persönlicher Geschmack gewesen. Mir gefällt der Name wirklich gut. Es gab eine Zeit, in der ich bei jedem Romanprojekt den Protagonisten Luca genannt hatte, bis ein Kumpel das bemängelte. Es würde noch andere Männernamen geben.

Im Grunde hat aber keiner der Namen eine tiefere Bedeutung.
 4.) Arbeitest du gerade an einem neuen Werk und darfst du darüber schon etwas verraten? Wenn ja, was willst und kannst du uns dazu sagen? 🙂 
Tatsächlich arbeite ich derzeit an einem weiteren Projekt. Um was es sich dabei handelt, bleibt aber mein Geheimnis. Vor kurzem gab es ein paar Leser, die um die Fortsetzung von Sekundensache gebeten hatten. Jetzt liegt die Vermutung natürlich nah, dass es ein Wiedersehen mit Luca und Bela geben könnte. Während meiner Arbeit an Sekundensache hatte ich den Plan, die Geschichte abzuschließen und keine Fortsetzung zu verfassen. Tatsächlich lässt das Ende jedoch Raum für einen weiteren Roman. Ich persönlich mag meine beiden Jungs und arbeitete selbstverständlich gerne mit ihnen zusammen. Wahrscheinlich lasse ich mir diese Option einfach offen und warte ab, was sich ergibt; und was sich im Leben von Luca und Bela tun könnte.

5.) Die ersten Rezensionen zu deinem Debüt Buch sind veröffentlicht worden. Soweit ich gesehen habe sind dort bisher sehr gute Bewertungen dabei. Wie fühlst du dich dabei? 
Positive Rezensionen schmeicheln mir natürlich und ich freue mich darüber. Ich habe Sekundensache geschrieben, damit es Lesern eine schöne Zeit beschert und sie gut unterhält. Momentan sieht es so aus, als ob mir das gelungen ist. Ich bin für jede Rezension sehr dankbar, denn ich halte es nicht für selbstverständlich, dass sich ein Leser nach dem Beenden des Buches hinsetzt und einen Text verfasst. Wenn sich also jemand die Mühe macht, ehrt mich das. Dazu muss ich aber auch sagen, dass mir konstruktive Kritik ebenso willkommen ist, wie Lob. Mein Standpunkt ist, dass man nie auslernt und nach oben immer eine Verbesserung möglich ist. Schreibt also ein Leser eine positive Rezension, darf ich mit mir zufrieden sein. Schreibt ein Leser hilfreiche Kritik, habe ich dadurch einen Nutzen. Meines Erachtens nach gibt es da nur Vorteile. Gerade bei der Leserunde wurden verschiedene Punkte angesprochen und diskutiert. Es ist keineswegs so, dass ich das überfliege und abnicke; ich befasse mich teilweise intensiv mit den Beiträgen meiner Leser und versuche bei meiner zukünftigen Arbeit eine Verbesserung zu erzielen.

6.) Was hat dich fürs schreiben motiviert? Gab es da einen besonderen Auslöser?
Der Auslöser war Angela Lansbury in der Rolle der Jessica Fletcher. Ich habe die Serie Mord ist ihr Hobby als Kind heiß und innig geliebt und war von dieser Figur absolut begeistert. Sie war mein erstes Idol. Vor Ville Valo. Tatsächlich ist mein Wunsch, Schriftsteller zu werden, auf diese Dame zurückzuführen.

Während der Schulzeit war ich Feuer und Flamme, wenn freie Aufsätze verfasst werden sollten. Diese überschritten stets den gewünschten Umfang. (Nein, ich war kein Streber, ich wollte bloß nicht aufhören, zu schreiben.) Meine Deutschlehrerin war damals schon der Ansicht, dass ich irgendwann Schriftsteller werden sollte. Mit ihren Unterrichtsmethoden hat sie dafür auch einen guten Grundstein gelegt.

 7.) Deine erste Leserunde auf Lovelybooks ist in vollem Gange, einige sind fertig und du beantwortest schön die Beiträge. Wie hat es dir so gefallen? Wird es für dein nächstes Buch auch eine Leserunde geben? 
Die Leserunde ist für mich ein tolles Erlebnis. Da ich Erstlingsautor bin wusste ich natürlich nicht, was auf mich zukommen würde. Lovelybooks hat mich aber positiv überrascht. Es haben sich viele sympathische Leser gemeldet und einige von ihnen durften letztlich ein signiertes Exemplar bekommen. Mir macht es Spaß, mich mit den Leser auszutauschen. Jeder von ihnen achtet auf andere Dinge in meinem Roman und es ist faszinierend, wie von verschiedenen Seiten die Geschichte empfunden und weitergesponnen wird. Mir gefällt es, mich mit den Lesern auszutauschen und dadurch nützliche Tipps zu bekommen.

8.) Würdest du dich, wenn du das mit dem Verlag abgesprochen hast, auf eine Blogtour einlassen und was hältst du von den Blogtouren? 
Ich muss gestehen, dass ich noch nie eine Blogtour verfolgt habe. Das Prinzip dahinter gefällt mir allerdings sehr gut und ich könnte mir vorstellen, mich darauf einzulassen.

9.) Schreibst du Hauptberuflich oder ist das Schreiben nur eine tolle Nebensache für dich?
Schreiben war lange Zeit nur ein Hobby, nun hat es sich zum Nebenjob hochgearbeitet. Trotzdem empfinde ich es nicht als Arbeit, sondern als willkommene Abwechslung im Alltag. Ich wünsche mir allerdings oft mehr Zeit und Ruhe zum Schreiben. Irgendwann möchte ich Schreiben zu meinem Hauptberuf machen, doch bis dahin ist es ein langer Weg.

Vielen Dank, das Interview hat mir sehr viel Spaß bereitet.

Danke lieber Alexej für die Antworten und ich bedanke mich recht herzlich bei dir, dass du dir die Zeit genommen hast für dieses Interview. Ich persönlich freue mich schon auf dein nächstes Buch, welches ich auf jeden Fall haben muss! 🙂

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